„Berauschend, abenteuerlich, verblüffend, verrückt, wundervoll, einschüchternd, laut und überwältigend“ – so wird Indien im aktuellen Lonely-Planet-Reiseführer beschrieben. Ähnlich unkonkret sah es vor der Reise in meinem Kopf aus: Ich hatte keine klare Vorstellung davon, was mich hier erwarten würde.

Als ich mich also, gemeinsam mit meiner langjährigen Freundin, der Fotografin Nina Stiller, in einen Flieger Richtung Pune setzte, hatte ich schon etwas Herzklopfen. Unser Plan: Eine Woche Wellness und Zur-Ruhe-Kommen im Atmantan Wellness Resort, das etwa 50 Kilometer von Pune entfernt in den Bergen liegt (mehr zu unserem Aufenthalt dort könnt ihr hier nachlesen).

Überwältigendes Indien: Einige Facts auf einen Blick

Indien ist mit einer Größe von über 3 Millionen Quadratkilometern das größte Land Südasiens und damit mehr als neun Mal so groß wie Deutschland. Mit rund 1,2 Milliarden Einwohnern ist das Land außerdem das zweitbevölkerungsstärkste Land der Welt – nach China. Die meisten Einwohner sind Hindus (rund 80 Prozent) und sprechen Hindi, in touristischen Regionen wird auch oft Englisch gesprochen. Indien blickt außerdem auf eine der ältesten Geschichten der Welt zurück: Die Indus-Kultur ist eine der ältesten Hochkulturen der Welt. Geografisch grenzt Indien mit Ausnahme des Nordens an allen Seiten ans Meer: An den Indischer Ozean, den Golf von Bengalen, den Lakkadiven See und das Arabische Meer. Pune liegt etwa 150 Kilometer von Mumbai entfernt im westindischen Bundesstaat Maharashtra.

Indien zur Regenzeit: Nass aber schön!

Von Juni bis September ist Monsunzeit in Indien. Dann verursacht die extreme Hitze des indischen Sommers ein Tiefdruckgebiet, durch das der Südwest-Sommer-Monsun entsteht. Feuchte Winde werden vom Indischen Ozean von diesem Tiefdruckgebiet angezogen und das Himalaya-Gebirge zwingt diese Winde nach oben zu steigen. Die Kälte in den höheren Regionen verursacht dann schließlich die starken Regenfälle.

Wenn wir Monsunregen hören, kommen uns Bilder von Erdrutschen, Überschwemmungen und Co. in den Kopf. Doch die Regenzeit in Indien hat auch schöne Seiten: Wer, wie wir, eine Ayurveda-Kur plant, sollte die Regenzeit sogar bevorzugen – denn dann wirken die Kuren besser. In bestimmten Regionen des Himalaya wie Ladahkh ist jetzt außerdem Hochsaison. Und nicht zu unterschätzen: Während der Regenzeit setzt sich der Staub am Boden ab und die Luft ist klar wie nie, alles grünt – und es gibt massenhaft frische Mangos!

Im Land der Gegensätze

Indien ist ein Land voller Kontraste. Du findest ländliche Regionen, in denen die Menschen auf Feldern arbeiten und in einfachsten Behausungen leben und schnell wachsenden Metropolen, die nach Modernität streben. Menschen, die zwar kein richtiges Dach über dem Kopf haben, aber Wert auf blitzblanke Turnschuhe und das neueste Smartphone legen. Auch wichtig: Ein Kopfschütteln bedeutet in Indien Zustimmung. Kein Wunder, dass Nina und ich einige Tage gebraucht haben, um mental anzukommen ;-).

Und so ganz hab ich es immer noch nicht greifen können, dieses bunte, spannende Land. Vielleicht muss ich einmal wiederkommen – und dann länger als eine Woche!

Welche Erfahrungen habt ihr in Indien gemacht? Ich freue mich über eure Kommentare!


Fotos: Nina Stiller & Mia Bühler

Kommentare

Send this to a friend