„Ngon miệng“ ist vietnamesisch und heißt „Guten Appetit!“ – und den hatte ich während meiner Zeit mit Enchanting Travels durch Vietnam im Gepäck. Es war nicht immer eindeutig klar, was sich da ganz genau auf meinen Tellern befand, aber ich hatte Vertrauen in die einheimische Küche und wurde nicht enttäuscht.

Quang, der Local Guide meiner Woche in Vietnam, sagte etwas sehr passendes über die Esskultur der Vietnamesen: „In Vietnam essen wir alles was vier Beine hatte, bis auf Huhn, das hat zwei“. Ich bin froh, meine kulinarischen Erlebnisse nun mit euch in meinem kleinen Streetfood-Guide Hanoi zu teilen, damit ihr bei eurer persönlichen Reise an den Rand des asiatischen Kontinents auch Abseits des Mainstreams in den Genuss der lokalen Küche kommt!

Street Food Guide Hanoi: Essen wie Obama

Wenn nicht bereits als wunderschöne Reisedestination, dann ist vielen das Land durch den zwischen 1955-1975 andauerndem Stellvertreterkrieg der Supermächte USA und Russland geläufig.

Umso symbolträchtiger war 2016 Obamas Reise nach Vietnam. Der erster Staatsbesuch eines US-Präsidenten, 41 Jahre nach Kriegsende. Während dieses Aufenthaltes ass Barak Obama mit dem kürzlich verstorbenem Fernsehkoch Anthony Bourdain (†08.06.2018) im Bún Chả Hương Liên Streetfood Restaurant. Lunchtime war hier somit ein Must Do!

Streetfood-Guide Hanoi: 5 Spots bei denen ihr gegessen haben müsst

Die Altstadt von Hanoi bietet zahlreiche kleine Street Food Corners, an denen ihr guten Gewissens die einheimische Küche probieren könnt. Nehmt euch einfach die genannten Spots zur Hand und snackt drauf los. Es lohnt sich, den hier kommt alles super frisch auf den Tisch.

    1. Bún Chả Hương Liên (Essen wie Obama)
    2. Hồ Hoàn Kiếm (gegrillte Wachteln)
    3. Phõ Gia Ngư (Glasnudelsuppe mit getrocknetem Tintenfisch)
    4. Phố Hàng Cót (Best Phố in Town. Ab 7:00 steht man hier 45Min in der Schlange)
    5. Quận Hoàn Kiếm (Reismehlfladen mit Füllung)

Iss mich – ich bin frisch

In Hanoi kam ich an jeder Menge Einkaufsmöglichkeiten für frisches Obst, Gemüse und allerlei Getier vorbei. Anfangs war mir der Blick auf das auf ungekühlten Theken verkaufte Fleisch befremdlich, aber alles was hier an Tier verkauft wird, wurde am selben Tag geschlachtet und ist nur für wenige Stunden auf dem Markt.

Wenn man vergleicht, was trotz Kühlkette unser in deutschen Supermärkten, in Plastik verschweißtes Fleisch an Weg hinter sich hat – ganz zu Schweigen von den Umständen der Aufzucht – dann scheint mir die vietnamesische Verkausvariante doch im Umkehrschluss die hygienischere und auch ethisch vertretbarere. Denn Schweinehochhäuser (wer bitte kam auf diese absurde Idee?) sucht man in diesem Land vergebens.

Mehr zu meiner Reise durch den Norden Vietnams findet im Artikel, in dem ich euch über meine Erfahrung aus dem Nachtzug durch Vietnam berichte! Viel Spaß beim Lesen und kommentiert gerne unter meinen Artikeln, wenn Fragen zu meiner Reise offen geblieben sind!

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