Meine Freundin Scarlett und mich verbindet so einiges: Bald zehn Jahre Freundschaft, ein Hang zu melancholischer Musik – und die Liebe zu Salzwasser. Weil wir seit dem Schulabschluss leider nicht mehr in der gleichen Stadt gelebt haben, treffen wir uns seither regelmäßig zu Konzerten unserer Lieblingskünstler – oder noch besser: Am Meer!

An die Ostsee hat es uns beide diesen September allerdings zum ersten Mal gezogen. Der Anlass: Die Eröffnung des jungen Designhotels „Heimathafen Usedom“ in Heringsdorf. Das Hotel mit 30 „Kabinen und Kojen“ hat erst vor ein paar Wochen seine Türen geöffnet, direkt gegenüber von seiner berühmten, mondänen Schwester, dem Strandhotel Ostseeblick.

Heimathafen Usedom: Schlafen in Kojen und Kabinen

Die Berliner Innenarchitektin Susanne Kaiser und die Hoteliersfamilie Wehrmann, die seit 20 Jahren das Strandhotel betreibt, haben viel Zeit, Arbeit und Herz investiert, um dieses Jahr mit dem „Heimathafen“  frischen Wind auf eine Insel zu bringen, die gegen den Ruf als „Insel für Rentner“ ankämpft. Tatsächlich bietet der „Heimathafen“ mit seinen zwar kleinen, aber klug designten Kojen zwischen Industry-Look und Boutique-Hotel, einen auf der Insel so ziemlich einzigartigen Ort für die Ansprüche junger Reisender.

Ich sage nur: Hauseigener Fahrradverleih und Extra-Raum für Surfbretter. Fair Trade Kaffee und ein Frühstücksangebot, das von maritim (Räucherlachs!) zu vegan (Soja-Milch, yay!) reicht. Ab Oktober soll es außerdem einen Foodcontainer vor der Haustüre geben, in dem ein eigens fürs Hotel gebraute „Heimathafen-Bier“ gezapft werden soll.

Wer im Urlaub gerne Sport macht, kann übrigens im kleinen, aber gut ausgestatteten Fitnessbereich im Nebenhaus trainieren – und anschließend in einer von drei Saunen entspannen. Für echte Wellness-Fans gibt es aber auch die Option, Anwendungen und Zugang zum Spa-und Pool-Bereich des benachbarten „Strandhotels“ dazuzubuchen. Doch wer braucht schon einen Pool, wenn er das Meer vor der Haustür hat?

Die Ostsee vor der Haustür

Scarlett und mich hat nämlich besonders eins glücklich gemacht: Die Lage! Gerade einmal fünf Gehminuten vom Hotel entfernt, wartet nämlich ein unglaublich feiner, weißer Sandstrand, der sich kilometerlang an der Küste entlangzieht – und die ruhige, hellblaue Ostsee. Am späten Nachmittag waren wir hier fast alleine. Mit den Zehen im noch warmen Sand und einem Buch in der Hand kann man hier wirklich ziemlich gut abschalten.

Wandern entlang der Küste und durchs Hinterland

Wer mehr von Usedom sehen will, kann das vom „Heimathafen“ aus aber ebenso gut. Auf der Ostseeinsel gibt es schönerweise jede Menge Radwege durchs grüne Hinterland. Wer will, kann über das neu ausgebaute Radnetz sogar von Berlin bis auf die Ostseeinsel radeln. Außerdem warten malerische Wanderwege durch lichte Pinienwälder und entlang der weißen Küste. Und natürlich: Jede Menge Wassersportoptionen.

Wir haben die Surfschlule des „Café Knatter“ in Ückeritz besucht. Scarlett und ich waren beide zwar schon surfen, wollten aber etwas neues ausprobieren. Katamaran? Das klang gut! Nach einer kurzen Einweisung konnten wir mit unserem Guide schon in Windeseile übers Meer brettern: Scarlett an den Segeln und ich an der Steuerung.

Und das ist abenteuerlicher als man denken könnte: Denn die Schiffe können, je nach Windstärke, Geschwindigkeiten von umgerechnet bis zu 80 Kilometer pro Stunde aufnehmen. Wer hätte gedacht, dass Wind und Gischt im Gesicht so glücklich machen können? Dank der frischen Ostseeluft (und den federweichen Betten!) haben wir in dieser Nacht im „Heimathafen“ besonders tief geschlafen, bevor es am nächsten Morgen wieder zurückging.

Unser Fazit: Usedom, mit seinem grünen Herzen und weißen Küsten – und dem neu eröffneten „Heimathafen“ – ist viel zu schön, um es nur einer Altersgruppe zu überlassen. Das nächste Mal würden wir uns mehr Zeit nehmen, um die Insel mit dem Rad zu erkunden. Und wer weiß? Vielleicht bauen wir dann sogar unsere Katamaran-Skills aus.


Diese Reise konnten im Rahmen einer Pressereise stattfinden. Vielen Dank an Familie Wehrmann und das gesamte Heimathafen-Team (besonders Birgit!) für die herzliche, persönliche Betreuung vor Ort! Wir kommen gerne wieder. 

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