im zweiten Land unserer Weltreise tauschen wir die schnittigen SUVs der Mega-City Dubai in hupende Tuk-Tuks ein, und genau so lernen wir ganz authentisch die Hauptstadt Sri Lankas kennen.

Mitten im Getümmel aus Kleinwägen, Fahrrädern, Kindern in Schuluniformen und Tuk-Tuks. Mitten in Colombo. Zugegeben: Vor unserer Ankunft hatte ich nur vage Vorstellungen von der Hauptstadt Sri Lankas. Laut und hektisch sollte sie sein, diese Stadt mit rund 5,6 Millionen Einwohnern, die gleichzeitig wirtschaftliches Zentrum und pulsierender Mittelpunkt der urbanen Kultur des Landes ist.

Die meisten Besucher zieht es nach ihrer Landung auf dem Bandaranaike International Airport, der knapp eine Stunde von der Innenstadt entfernt liegt, deshalb schnell weiter Richtung Küste oder Hinterland.

Wir haben Colombo während unserer Weltreise eine Chance gegeben und hier vier spannende Tage verbracht. Unser Fazit: Wie in jeder Großstadt gibt es hier natürlich anstrengende und weniger schöne Ecken – aber auch sehenswerte Orte und super offene und vor allem kinderfreundliche Menschen die euch diese Orte gerne zeigen!

Was sehen? Unser Colombo City Guide

Zu allererst: Es stimmt. Colombo ist laut und bunt  – und das spiegelt sich auch im Verkehr wieder, der für einen Außenstehenden erst einmal angsteinflössend wirken kann. Im Verkehr von Colombo geht es teilweise ganz schön chaotisch zu. Gut also, wenn man jemanden an der Hand hat, der die Straßen der Großstadt in und auswendig kennt. Wir waren einen Tag lang mit dem Tuk-Tuk unterwegs und können diese Art des Entdeckens nur weiterempfehlen. Die Local Guides können uns nicht nur sicherer und schneller durch den Verkehr bewegen, sondern kennen auch die schönsten Spots der Stadt.

Unser Fahrer Kavi hat uns morgens am Hotel abgeholt und bequem und sicher durchs Verkehrschaos durch die Stadt manövriert und hat uns „sein Colombo“ gezeigt – das waren unsere Favoriten:

Rote Moschee/ Jami Ul-Alfar Moschee

Bevor Colombo zu der modernen Großstadt wurde, die sie heute ist, sollen Segler im 20. Jahrhundert die Stadt schon von weitem an einem einzigen Gebäude erkannt haben: Der Jami Ul-Alfar Moschee im Stadtteil Pettah – auch Rote Moschee genannt. Wer das Gebäude heute besucht, kann das gut nachvollziehen. Zu übersehen ist die Moschee wirklich nicht!

Mit einer kunstvoll verzierten, rot-weißen Fassade, Giebeln und Türmchen ist das Gebäude auch heute noch ein echter Hingucker. Das liegt vielleicht auch an dem bunten Mix an architektonischen Stilen, die hier zusammenkommen: Indo-Islamische, indische, neugotische und neoklassische Einflüsse sind hier eingeflossen, lese ich später nach.

Tempel, Tempel und noch mehr Tempel

Eindrucksvolle Tempel gibt es in Sri Lanka sicherlich viele – und natürlich laden alle mit bunten Farben, verschiedenen Gerüchen, Rauch und Gesänge ein. Ihr müsst ja nicht in jeden Tempel eintreten (Schuhe und Kopfbedeckungen sind dann abzulegen), aber mal in einen Tempel reinschauen und vielleicht sogar eine Zeremonie miterleben ist unvergesslich!

Wie die verschiedenen Religionen dicht nebeneinander ausgelebt und gefeiert werden, war eine sehr schöne Erfahrung in der bunten Hauptstadt Sri Lankas. Von der Moschee in den beeindruckenden Buddhist Tempel und weiter in die faszinierenden Hindu-Tempel und das alles innerhalb eines Tages!

Independence Memorial Hall

1948 war ein besonderes Jahr für Sri Lanka: Nach über einem Jahrhundert unter der Kolonialherrschaft der Briten wurde das Land in diesem Jahr endlich unabhängig. Im gleichen Jahr wurde die eindrucksvolle Independence Memorial Hall gebaut, um an dieses einschneidende Ereignis zu erinnern. Vor dem Gebäude ist eine überlebensgroße Statue des allerersten Prime Ministers des nun abhängigen Landes erbaut: Don Stephen Senanayaka. Noch heute finden hier wichtige politische Ereignisse und die jährliche Feier des Unabhängigkeitstages statt.

Wo schlafen? Das Shangri-La, Colombo

Untergekommen sind wir im luxuriösen Shangri-La Colombo. Das große 5-Sterne-Hotel liegt auf einer dünnen Landzunge zwischen indischem Ozean und einem Arm des Beira-Sees im Zentrum Colombos und war damit der perfekte Ausgangspunkt für unsere Erkundungen.

Wir hatten hier ein geräumiges Apartment mit getrennten Wohn/Ess- und Schlafzimmer – perfekt ausgestattet mit Klimaanlage und sogar einer Waschmaschine. Wirklich perfekt für kleine Familien wie uns! So konnte Neon zu seiner gewohnten Zeit schlafen gehen, während Thies und ich noch ein paar Stündchen in Ruhe arbeiten konnten.

Da es in der Hauptstadt Sri Lankas angenehm warm war, konnten wir den großen Outdoor-Pool super nutzen und hatten den Außenbereich fast immer für uns alleine ;-). Auch der Shangri-La Spa ist nach langen Tagen oder vor einer langen Weiterreise ein perfekter Ort zum Ausspannen.

Unser absolutes Highlight war allerdings die Küche und das Design der Restaurants des Hauses: Das Shangri-La Colombo bietet eine gigantische Auswahl an Spezialitäten – viele davon sind zu meiner Freude sogar vegetarisch. Mein Favorit: Das leckere Ananas-Curry! Allein dafür würde es sich lohnen, noch einmal wiederzukommen. Und auch wenn die Restaurants hier nicht nur kulinarisch sondern auch durch ihr Design überzeugen, haben wir uns das Menü an einem Abend einfach in unser geräumiges Zimmer bestellt und dort in aller Ruhe, mit Kind im Schlafanzug, genossen! Danke für die unkomplizierte Gast- und Kinderfreundlichkeit an dieser Stelle an das Shangri-La Team!


Dieser Artikel ist Teil unserer #traveldingaroundtheworld Reihe. Seit Mitte September sind wir – das sind Mia, Thies und Söhnchen Neon – zu dritt unterwegs, ein Mal rund um die Welt. Alle Artikel zu unserer Weltreise findet ihr unter dem Hashtag #traveldingaroundtheworld. Viel Spaß beim Stöbern, wir freuen uns auf eure Kommentare!

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