Wer sich einmal mit dem Thema beschäftigt hat, weiß: Fair produzierte, schön designte Mode ist leider immer noch schwer zu finden (mehr zum Thema könnt ihr hier nachlesen). Doch die Zukunft sieht anders aus: Das lassen zumindest einige deutsche Designtalente hoffen, die es besser machen wollen. Von München bis Berlin: Hier sind faire Nachwuchslabels, deren Mode wir lieben – und von denen wir in Zukunft hoffentlich noch mehr hören werden.

Nachwuchs in Sachen Fair Fashion

Folkdays

Ob man das Berliner Label Folkdays noch zur Rubrik „Nachwuchs“ zählen kann, darüber könnte man sich streiten. Eines ist aber sicher: Das Konzept, mit dem Gründerin Lisa Jaspers 2013 Folkdays gründete, ist eines mit Zukunftspotenzial. Fair Fashion: Das bedeutet im Fall von Folkdays nicht nur fair gehandelte Stoffe, sondern auch die Zusammenarbeit mit lokalen Kunsthandwerkern – und damit die Förderung der lokalen Wirtschaft und Infrakstruktur des jeweiligen Produktionslands. Die Mode, Accessoires und Wohnaccessoires, die aus dieser Zusammenarbeit entstehen findet ihr hier im Online-Shop oder im Store in Berlin-Kreuzberg.

Sooth Munich

Das Wort „Sooth“ kommt aus dem Altenglischen und heißt übersetzt „Wahrheit“. Der Name ist Programm beim Münchner Label Sooth Munich. Denn die Mode, die die beiden Gründerinnen Corinna Mikschl und Sarah Buortesch designen, ist nicht nur ehrlich schön – sondern auch ehrlich, fair und nachhaltig produziert. Das Label verwendet ausschließlich ökologisch zertifizierte Materialien, die sich bis zum Anbau zurückverfolgen lassen. Die Kollektionen produzieren die beiden selbst, im eigenen Atelier in München, sowie in familiengeführten Unternehmen im Münchener Umland. Die aktuelle Herbstkollektion findet ihr hier im Online-Store.

Eyd 

Das humanitäre Label Eyd aus unserer Heimatstadt Stuttgart lebt eine Message: Empower Your Dressmaker! Produziert wird nämlich in Kooperation mit einem indischen Sozialprojekt in Mumbai, das Frauen beschäftigt, die aus Zwangsprostitution befreit werden konnten. Zusammen mit indischen Partnern will Eyd den Frauen eine neue Perspektive für ihr Leben geben: Faire Arbeit, ein liebevolles Umfeld, psychologische Betreuung und sogar einen Schulabschluss. Die Stoffe stammen aus ökologisch nachhaltigem Anbau. Die Schnitte sind schlicht und ganz im Zeitgeist. Aber seht es euch selbst an – hier geht’s zur aktuellen Damenkollektion.

Ivy & Oak

Langlebige, klassische Designs aus hochwertigen Materialien, die man lange tragen kann statt Fast Fashion, die nächste Saison wieder auf dem Müll landet. Das ist der Ansatz, mit dem das Berliner Label Ivy & Oak 2016 gegründet wurde. Zwei Kollektionen im Jahr veröffentlicht das Berliner Label, die immer eins gemein haben: Zeitlose, elegant-minimalistische Designs. Zwar kann sich die Marke noch nicht komplett als Fair Fashion Label bezeichnen. Mit der Verwendung vieler Bio-Naturfasern, recycelten Stoffen und hoher Transparenz im Herstellungsprozess (aktuell wird ein Großteil in Bulgarien hergestellt) ist die Berliner Brand aber auf dem richtigen Weg.

Ihr kennt noch mehr spannende, faire Nachwuchslabels? Wir freuen uns über eure Tipps in den Kommentaren!

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