An manchen Orten muss man nicht lange gewesen sein, um mit einem Grinsen und einem wohligen Gefühl im Bauch an sie zurück zu denken. Ganz ähnlich wie bei der Verbindung zu Menschen, manche schließt man beim ersten Augenblick schon ins Herz und vergisst sie ganz bestimmt nicht mehr. So ähnlich ging es uns mit Tim und Jane, unseren Gastgebern auf der Curringa Farm im grünen Herzen Tasmaniens. Die beiden sind Landwirte der 6. Generation und haben sich hier gemeinsam einen Traum zwischen traditionellem Farmleben und modernem Tourismus aufgebaut. Tim lernten wir mit vollem Körpereinsatz beim Bändigen eines seiner Schafe kennen.

Vor einer kleinen Farm-Besuchergruppe wies er die neugierigen Gäste in das Farmleben, mit einer der wichtigsten Tätigkeit, dem Schafe-Scheren ein. Ich muss ja zugeben, dass diese Art des Kennenlernens mit einem zappelnden Schaf unter sich und jeder Menge Wolle um uns herum schon etwas gewöhnungsbedürftig war – aber dadurch kamen wir direkt, authentisch und mitten im Leben der Curringa Farm an. Eine Farm, die wir durch unseren Kooperationspartner TravelEssence, kennenlernen durften.

Unser Kooperationspartner TravelEssence

TravelEssence – dahinter steckt ein Team von Spezialisten für Reisen nach Australien und Neuseeland. Durch die Planung von TravelEssence sollten wir Australiens größte Insel hautnah und authentisch erleben. Dafür sorgen die von unserem Kooperationspartner ausgewählten Unterkünfte mit Gastgebern, die immer bereit sind, uns in ihren Alltag zu integrieren oder uns besondere Tipps für die schönsten Erlebnisse in ihrer Region zu geben.

TravelEssence arbeitet hauptsächlich mit kleineren Tourismusbetrieben und Betrieben zusammen die typischerweise von örtlichen Unternehmern geführt werden, die stark in ihrer Region verhaftet sind. Oftmals entwickeln sie die kleinen Einrichtungen weiter oder hauchen ihnen neues Leben ein. Sie wandeln z.B. einen alten Bauernhof in ein Gästehaus um oder investieren in die Regeneration oder den Erhalt von Wäldern, Küstenlandschaften und lokaler Kultur. Als Gäste in solchen kleinen, individuellen Unterkünften bei Einheimischen, lernen wir die Kultur des Landes kennen und lauschen persönlichen Geschichten.

Farmstay für unsere Familienauszeit in Tasmanien im grünen Herzen Tasmaniens

Nach unserer Landung in Lanceston ging es etwa drei Stunden quer durchs „Land“. Unser Ziel war das grüne Zentrum der australischen Insel. Tasmanien, der Insel auf der es im Gegensatz zum australischen Festland echte Jahreszeiten gibt, begrüßt uns mit nassgrauem Wetter, was uns auf unserer Fahrt nicht im Geringsten stört, denn die Insel umarmt uns mit einem satten Grün. Nieselregen klopft gleichmäßig an unsere Frontscheibe und immer wieder verlangsamen wir unsere Geschwindigkeit, weil vereinzelte Schafe mit entspannter Miene die Straße überqueren oder ganze Schafherden uns ein Weiterkommen unmöglich machen. Wer Neuseeland als das Land der Schafe bezeichnet, war ganz bestimmt noch nicht in Tasmanien.

Unsere enge Beziehung zu den wolligen Vierbeinern soll auch nach Ankunft nicht abbrechen, nach dem neugierigen Zuschauen wie eines der Schafe sein Wollkleid verliert und den etwas ängstlichen Blicken unseres kleinen Sohnes, ziehen wir weiter, in unser Cottage auf der Curringa Farm. Circa zwei Kilometer geht es jetzt über Stock und Stein, durch Pfützen und zwischen Schafen hindurch auf unser freistehendes Cottage zu. Zum Glück mit Allrad-Fahrzeug, vor allem zur Freude von Thies, der diese Strecke mit einem breiten Grinsen bewältigt und natürlich jede Pfütze mitnimmt. Draußen duftet es dank dem Regen nach frischem Wald mit einer Note Teebaum. Während unser Sohn, mittlerweile mit Allwetterhose ausgestattet, durch den Matsch vor unserem Haus springt, beziehen wir unser Cottage.

Nachhaltige Landwirtschaft trifft auf modernen Komfort

Neben handgemachter Limonade, Marmelade und einem frischen Laib Brot warten hier frische Salate und Grillgut auf unsere hungrigen Mägen. Wir übernachten in einem der neun Spa-Cottages am See und schlafen nach diesem Tag mit viel frischer Luft und Grün um uns herum friedlich ein.

Geweckt werden wir von den Lauten der Schafe, die bis an unsere Terrasse kommen und sich ihre Mägen mit dem frischen, grünen Gras vollschlagen. Das Morgengrauen macht sich über dem Land von Tim und Jane breit, welches sich über etwa 300 Hektar an diesem wunderschönen, grünen Fleckchen Erde erstreckt. Der Morgentau liegt noch im Gras und ein leichter Nebel über den umliegenden Cottages. Wir schieben die großen Terrassentüren auf und können es kaum abwarten, die grüne Natur um uns herum zu erkunden.

Unsere Gastgeber legen einen starken Fokus auf die Ökologie der Farm und glänzen bereits mit mehreren Auszeichnungen für nachhaltiges Farmmanagement. Zum Land von Tim und Jane gehören nicht nur die satt grünen Wiesen, sondern auch ein eigener Wald, in dem wir in den morgendlichen Sonnenstunden mit Tim umherschleichen. Wir entdecken Wallaby-Mütter samt Nachwuchs im Beutel, bestaunen den spiegelglatten See, lauschen Tims Kindheitsanekdoten und versinken in dieser grünen Idylle. Die Äste knacken unter unseren Füßen, während wir den Duft des Waldes inhalieren. Selten sind wir so schnell und so intensiv an einem neuen Ort angekommen, wie hier im grünen Herzen Tasmaniens. Zu Recht wurde diesem Geheimtipp der Titel „Tassie’s Favorite Farmstay“ verliehen. Danke TravelEssence für diesen Tipp für unsere Tasmanien-Route!


Dieser Artikel ist Teil unserer #traveldingaroundtheworld Reihe. Seit Mitte September sind wir – das sind Mia, Thies und Söhnchen Neon – zu dritt unterwegs, ein Mal rund um die Welt. Alle Artikel zu unserer Weltreise findet ihr unter dem Hashtag #traveldingaroundtheworld. Viel Spaß beim Stöbern, wir freuen uns auf eure Kommentare!

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