Dieser Beitrag wird von P&G unterstützt.

Jeder von uns kennt sie: Bilder von Stränden, an denen vor lauter bunter Plastikstückchen kein einziges Fleckchen weißer Sand mehr zu sehen ist. Videos von gigantischen Müllstrudeln im Ozean. Und Berichte von Wissenschaftlern und Umweltschützern, die immer wieder warnen: Wenn wir so weiter machen, ist unserer Erde bald nicht mehr zu helfen. Klar ist also: Nachhaltigkeit geht uns alle etwas an. Und: Es ist dringend.

Dass das zum Glück auch Politik und Wirtschaft erkannt haben, zeigt sich beim deutschen Nachhaltigkeitspreis (#DP11) in Düsseldorf. Seit nun elf Jahren treffen sich hier die klügsten Köpfe aus Politik, Medien und Wirtschaft, um sich über neue Forschungen, Konzepte und Projekte auszutauschen. Ich konnte bereits letztes Jahr beim Preis dabei sein und mich näher mit dem Thema Recycling auseinandersetzen (meine drei Tipps zu nachhaltigerem Umgang mit Plastik vom letzten Jahr könnt ihr hier nachlesen).

Außerdem haben wir euch ein tolles Projekt von P&G vorgestellt: Die Beach Bottle der Marke Head & Shoulders, die zu 20 Prozent (außer der Verschlusskappe) aus „Strandplastik“ besteht – Plastik, das durch NGOs und Ehrenamtliche an europäischen Stränden eingesammelt und in einem ziemlich aufwendigen (und ebenso beeindruckenden) Prozess zunächst sortiert, dann gereinigt und anschließend aufbereitet wird (mehr dazu hier).

Spülmittel mit Nachhaltigkeitsfaktor: Die Fairy Flasche aus 100 Prozent Recyclat

Am Prozess zur Wiederverwertung von „Strandplastik“ wurde weiter geforscht – und dieses Jahr kam nun eine zweite Flasche von P&G auf den Markt. Die Fairy Flasche aus 100 Prozent Recyclat, die ihr seit Oktober 2018 in den Supermarktregalen findet. Die Flasche besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik (Kappe ausgenommen). 10 Prozent davon bestehen aus Plastik, welches aus Meeren, Seen sowie Flüssen stammt und an Stränden gesammelt wurde. Damit will P&G nicht nur Strände sauber halten, sondern vor allem auch: Unsere Aufmerksamkeit auf unser tägliches Konsumverhalten lenken.

Ich weiß, was ihr vielleicht denkt: Ist das nicht alles ein Tropfen auf den heißen Stein? Wenn es um Nachhaltigkeit geht, kann man schnell das Gefühl bekommen, als einzelne Person nicht viel bewirken zu können. Aber stimmt das wirklich? Darüber habe ich beim Nachhaltigkeitspreis mit einem Mann gesprochen, der sich jeden Tag mit dieser Frage auseinandersetzt. Frantz Beznik ist Global Head of Sustainable Innovation bei P&G und brennt für die Themen Innovation und Nachhaltigkeit. Ein Gespräch über zu heißes Duschen, warum Spülmittel sexy sein muss – und was du wirklich ändern kannst, um deinen ökologischen Fußabdruck deutlich zu reduzieren.

„Nachhaltigkeit beginnt Zuhause“: Interview mit Frantz Beznik von P&G

Es ist ein Jahr her, seit die Head & Shoulders Flasche mit 20% Strandplastik auf den Markt kam. Was hat sich seither getan?

Die Reise geht weiter. Die Head & Shoulders Flasche war nur der Anfang, jetzt machen wir bei Fairy weiter. Wir lernen immer mehr darüber, wie wir dieses Plastik verwerten können.

Die Verschmutzung der Strände, gerade in Asien, ist wirklich beängstigend. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, was wir dort bewirken können: Nachdem unsere Teams dort waren sehen die Strände aus, als wäre ein gigantischer Staubsauger am Werk gewesen. Das ist wirklich beeindruckend. Gleichzeitig erhöhen wir auch stetig den Anteil von recycelten Plastikflaschen in unserem kompletten Sortiment. Bereits jetzt sind 80 Prozent unserer Verpackungen recycelbar, bis 2025 sollen es 100 Prozent sein.

Sie haben in ihrem Vortrag viel über „Future Homes“ gesprochen. Warum muss Nachhaltigkeit Zuhause anfangen?

Es gibt aktuelle Studien, die sogenannte produktionsbasierte und konsumbasierte Emissionen in modernen Großstädten vergleichen. Zu produktionsbasierten Emissionen gehören solche, die durch die Städte selbst produziert werden – also zum Beispiel durch Autos, Busse, Baustellen. Konsumbasierte Emissionen sind solche, die die Bewohner durch ihren privaten Konsum produzieren: Strom, Heizung, Wasser und so weiter. Das Ergebnis: Unser Konsum produziert 60 Prozent mehr Emissionen. Viele Menschen wissen das nicht, aber: Unser Leben Zuhause, wie wir unsere Wohnung heizen, wie heiß wir duschen, wie viel Strom wir verwenden, hat also wirklich einen gigantischen Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck.

Welche Rolle spielen dabei die Produkte, die wir verwenden?

Hier kommen wir ins Spiel. 70 Prozent unserer Produkte – Shampoos, Spülmittel und so weiter – werden mit heißem Wasser benutzt. Wir arbeiten hart daran, diese Produkte immer weiter zu verbessern, damit sie mit immer kälterem Wasser verwendet werden können. Wusstest du, dass beim Waschen 80 Prozent, der Energie die verwendet wird, allein für das Aufheizen des Wassers draufgeht? Beim Duschen sind es sogar 95 Prozent. Das muss man sich vorstellen: Die Herstellung des Shampoos, das Plastik, das benutzt wird, der Transportweg – all das macht im Verhältnis zum Energieaufwand vom Aufheizen deines Wasser gerade mal fünf Prozent aus. Deshalb ist es uns so wichtig, Produkte zu entwickeln, die so effizient sind, dass sie auch mit kaltem Wasser funktionieren. Mit dem Fairy Spülmittel kann so bereits jetzt 60 Prozent der Energie eingespart werden, die vergleichbare Spülmittel benötigen.

Viele Menschen haben ja das Gefühl, dass ihr Verhalten nichts am großen Ganzen ändern kann. Ist das wahr?

Zu einem gewissen Grad stimmt das. Aber nur weil die meisten Menschen eben noch nicht wissen, womit sie wirklich einen Unterschied machen könnten: Nämlich bei heißem Wasser. Sie wissen nicht, dass 85 – 90 Prozent ihres ökologischen Fußabdrucks Zuhause durch heißes Wasser produziert wird. Wenn man das erst einmal weiß, kann man aber ziemlich einfach handeln: Kälter waschen, kälter spülen – und wenn es irgendwie geht: Zumindest weniger heiß duschen.

Ihre Mission lautet „Make Sustainable Irresistable“ – was meinen Sie damit?

Wir wollen nachhaltige Produkte entwickeln, die einfach so gut – und damit auch irgendwie „sexy“ sind – dass die Menschen gar nicht anders können, als sie zu kaufen. Es darf nicht darum gehen, Leben einzuschränken, denn nicht jeder Mensch ist für Minimalismus gemacht. Mit diesem Ansatz sind wir sehr erfolgreich, wir können uns kaum retten vor Kooperationspartnern. Das freut uns natürlich sehr und bestärkt uns. Mein Ziel ist es, das Zuhause von Morgen komplett in eine nachhaltige Richtung zu revolutionieren. Die Dinge entwickeln sich in diesem Bereich gerade wahnsinnig schnell und ich bin guter Dinge. Zusammen mit unseren Partnern entwickeln wir spannende, zukunftsfähige Projekte. Unser nächstes großes Projekt werden wir auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellen – haltet also die Augen auf!


Ihr habt Fragen oder Anregungen zum Thema? Dann schreibt uns auf Facebook oder Frantz Beznik direkt an frantz@makesustainableirresistable.com!

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