Ich halte nicht viel von klassischen Gender-Rollen. Mit Bildern von fetten Motorrädern, Lederkluften und Vollbärten als quasi Imagepolitur kann ich mich nicht identifizieren. Deshalb erwartet euch hier auch keine 0-8-15-Story, in der ich euch erzähle, wie ich „tougher Typ“ einen Tag auf heißen Rädern ohne meine Family „in Freiheit“ verbracht habe. Fakt ist nämlich: Am freisten fühle ich mich gerade mit meiner Familie.

Das bedeutet natürlich nicht, dass ich nicht auch gerne mal Zeit alleine verbringe. Als „kleiner“ Motorsport-Fan habe ich nichts gegen Power. Wem fährt  es bei ordentlichem Drehmoment nich auch ein breites Grinsen übers Gesicht? Im Juli habe ich mir einen Tag für mich genommen, um mich mit dem Can-Am Spyder F3-S auf eine Art Nostalgie-Roadtrip in meine Vergangenheit zu begeben.

Can-Am Spyder F3-S – die Sportskanone unter den Threewheelern

Der Can-Am Spyder und ich hatten bereits vor zwei Jahren das Vergnügen: 2017 konnte ich den Threewheeler bei einer Reise nach Portugal testen und war damals schon begeistert. Für mich fällt der Can-Am weder in die Kategorie Motorrad, noch Automobile. Meiner Meinung nach sprengt er diese Vorstellungen, denn Fortschritt bedeutet für mich Dinge neu denken und Abseits der Norm agieren. Für mich ist der Threewheeler vor allem eins: Ein ziemlich geniales Spaßmobil, das für mich das ultimative Freiheitsgefühl mit sich bringt.

Jetzt durfte ich den Leistungsstärksten im Team testen bzw. mich selbst damit bespaßen: Der Can-Am Spyder F3-S ist die Sportskanone unter den Threewheelern. Mit 115 PS auf 406kg Trockengewicht bin ich bei unter 5 Sekunden bei Tempo 100km/h. Dank Sport-Modus liegt das Fahrzeug auch bei hohen Geschwindigkeiten satt in jeder Kurve. Wie sich das mit der Strassenlage verhält? Ihr kennt das ja. Man sitzt in der Pizzeria und der Tisch mit vier Beinen muss mal wieder mit Bierdeckeln unterbaut werden. Das erübrigt sich natürlich bei nur drei Beinen. Darin liegt auch beim Can-Am Spyder einer der Vorteile gegenüber Quads.

Back to the roots: Roadtrip in die Vergangenheit

Von meiner langjährigen Hometown Stuttgart habe ich den Can-Am Spyder F3-S in einem Tag über Heidelberg nach Mannheim ausgeführt. Strecken die ich blind auch ohne Navi kenn. Erster Stop: Mandy’s Railway Diner in Heidelberg. Der alte Eisenbahnwaggon aus den 50ern wurde zu einem American Diner umgebaut und serviert bereits seit 1997 mit die besten Burger und Milkshakes in der Region.

Mandy’s Railway Diner
Speyerer Straße 1
69115 Heidelberg

Etwas nostalgischer wird es, als ich mit dem Can-Am durch den Industriehafen von Mannheim cruise. Eine Stadt die mich musikalische stärker als Stuttgart geprägt hat, auch wenn sie nicht Geburtsstädte von Jungle und Drum&Bass ist, jedoch in Deutschland eine musikalische Vorreiterrolle übernommen hat! Auch hier gibt es zum Can-Am Spyder Parallelen. Während die ganze Republik zu Techno oder Hip Hop tanzte, wurde hier gegen den Strom geschwommen und der Fokus auf einen neuen Sound gelegt, der seines Gleichen suchte. In den frühen 90ern habe ich meine Wochenenden im Milk! verbracht. Damals der einzige Club in Deutschland, in dem regelmäßig Break Beats liefen, woraus sich in den folgenden Jahren Jungle  und Drum&Bass entwickelte. By the Way: Xavier Naidoo war hier damals noch Türsteher, bevor er sich als Sänger einen Namen machte.

Manchmal tut es gut sich auf seine Wurzeln zu besinnen und sich auf eine kleine Zeitreise zu begeben. Ohne diese Vergangenheit währe meine Gegenwart wohl nicht die welche sie heute ist. Think different war bereits Jahre bevor dies von Apple 1997 zum Slogan wurde, ein Art Lebensmotto, was sich bis heute für mich bewährt hat.

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