Die Atlantikküste von Nouvelle-Aquitain
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Die Atlantikküste von Nouvelle-Aquitaine: Biscarrosse und der facettenreiche Süden

Der Duft der Pinien liegt in der Luft und leise schleicht unser Van über den sandigen Waldboden. Hier bleiben wir. Hier parken wir. Nach spannenden Tagen im Herzen von Nouvelle-Aquitaine sind wir jetzt an der Atlantikküste angekommen.

Wie bestellt strahlt an diesem Tag die Sonne vom Himmel und alles ruft nach einem ausgiebigen Strandtag. Nach einer kurzen Tour durch Biscarrosse (hier geht’s zum Fremdenverkehrsamt von Biscarrosse) und den vielen Möglichkeiten für Strandbesuche, die diese Gegend bietet, bekommen wir den Tipp vom etwas abgeschiedeneren Strand mit dem Namen “Plage du Vivier”. Abgeschieden und ruhig klingen gut – also hin da!

Home is where you park it mit dem Merceds Marco Polo am „Plage du Vivier“

Bepackt mit Sandspielzeug und Getränken geht es los, raus aus dem Pinienwald und rein in die angenehme Brise des Atlantiks. Der mit Piniennadeln übersäte Waldboden verwandelt sich zu einem feinsandigen Dünenweg und nach dem nächsten Hügel gibt es keinen Halt mehr: Wir rennen los, über die endlos erscheinende Dünenlandschaft. Sand, blauer Himmel und immer wieder Neons Gekicher.

Mama, ich kann da vorne das Meer sehen!

Zugegeben, vom Waldparkplatz aus bis zum Wasser ist es ein ganzes Stück – aber genau das macht den Plage du Vivier so einzigartig schön! Der weitläufige Sandstrand mit seiner Dünenlandschaft im Rücken strahlt so viel Ruhe und Freiheit aus, dass sich direkt Urlaubsstimmung in uns ausbreitet.

Nouvelle-Aquitaine-Must-do: Die Dune du Pilat im Sonnenuntergang

Unsere Tage in Biscarrosse sind geprägt von Sand, Sonne, Wasser und noch mehr Sand! Es stehen Ausflüge an unterschiedliche Strände auf dem Plan und natürlich das Highlight, von dem wir Drei heute noch schwärmen: unser Abend auf der höchsten Wanderdüne Europas. Der riesige Sandberg liegt am Eingang der Bucht von Arcachon, in der Gemeinde La Teste de Buch, etwa 20 Minuten nördlich von Biscarrosse. Sie steht seit 1994 unter Naturschutz und dieser Ort ist wirklich atemberaubend schön.

Unser Tipp: zum Sonnenuntergang auf die Dune du Pilat

Die Düne ist über 100 Meter hoch und ihr besteigt sie durch eine extra für Besucher erbaute Treppe. Auch unser Vierjähriger konnte diese Höhe übrigens problemlos “erklimmen”, also ist ein Ausflug auf die Wanderdüne für die ganze Familie eine entspannte Aktivität, ohne zu sehr ins Schnaufen zu kommen – zumindest in den späteren Nachmittagsstunden, dann, wenn die Sonne langsam golden schimmert und ihr den wunderschönen Aussichtspunkt (natürlich geteilt mit vielen anderen Romantikern) im ganz besonderen Licht genießen könnt.

Die kontrastreiche Aussicht auf die Silberküste von Nouvelle-Aquitaine und auf den dunkler werdenden Wald am Fuße der Düne zeigt sich von oben als einzigartiges Schauspiel aus Farben, Licht und Schatten. Die unglaubliche Ausdehnung der Düne, ihre faszinierende Umgebung und der Ausblick auf die glitzernden Austernbänke sorgen für ein herrliches Gefühl der Freiheit und Weite. Ihr merkt, ich schwärme noch immer, aber so soll es sein. Manche Momente bleiben einfach lange lebhaft in Erinnerung. Apropos lebhaft: Nach dem romantischen Seufzen in den Sonnenuntergang wird’s wieder aktiver, denn der Abstieg gilt natürlich vor allem für Kinder als das Highlight beim Besuch der Wanderdüne. Halb rollend, halb rutschend, aber immer kreischend geht es in Nullkommanix die vielen Meter wieder abwärts. Im Halbdunklen ein echter Spaß. Vergesst nicht ,eure Rucksäcke ordentlich zu verschließen, sonst habt ihr danach natürlich überall den feinen Sand der Düne.

Zwischen Süßwasser und Salzwasser: Unterkunftstipp Campingplatz Maguide

Die Atlantikküste von Nouvelle-Aquitaine hat vieles zu bieten und ist mit ihren großen Seen gerade für Familien eine perfekte Ausgangslage. Gemütlich Planschen im See oder wildes Toben in den kühlen Wellen des Atlantiks? Beides geht wunderbar am Campingplatz Maguide, der direkt am See liegt und nur fünf Kilometer vom nächsten Strand entfernt ist. Der moderne Platz bietet verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten: Es gibt großzügige Parzellen für Zelte, Vans oder Wohnwägen, aber auch Mobile-/Tinyhomes in unterschiedlichen Größen und sogar mit direkter Seelage.

Das Seeufer besteht hier übrigens auch aus Sandstrand, d. h. auch hier können die Kleinen vergnügt buddeln, während wir an der Strandbar des Campingplatzes ein leckeres Kaltgetränk schlürfen. Der Campingplatz ist überschaubar und hat trotzdem eine Menge zu bieten. Es gibt einen schönen Spielplatz und sogar ein Spa mit Indoor-Pool. Besonders positiv ist uns das Restaurant mit seinem Blick auf den See, dem modernen Mobiliar und dem leckeren Angebot von Speisen und Getränken in Erinnerung geblieben. Den Platz können wir absolut empfehlen!

In der näheren Umgebung des Campingplatzes sind zahlreiche Aktivitäten möglich: Neben entspannten Strandspaziergängen oder Schwimmen gibt es hier schöne Radwege, die durch den Wald und direkt am Ufer entlang führen. Es gibt außerdem Boote und SUPs zum Mieten und es werden verschiedenste Ausflüge an Land oder im Wasser angeboten.

Familienausflug ins Ökomuseum – Ecomusee de Marqueze

Da selbst an der Atlantikküste nicht jeden Tag die Sonne strahlt, haben wir einen der grauen Tage genutzt, um das nicht weit entfernte, autofreie Freilichtmuseum Marqueze zu besuchen. Das Heimat- bzw. Ökomuseum präsentiert ganz authentisch und unterhaltsam, wie das Leben in Les Landes im 19. Jahrhundert war. Zwischen Schafen, Scheinen und einer Mühle gibt es viel zu entdecken und auszuprobieren.

Das unbestrittene Highlight für uns war aber definitiv die historische Dampflok. Nur mit ihr gelangt ihr vom außerhalb liegenden Parkplatz ins Museumsareal. Die etwa zehnminütige Fahrt fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit und lässt euch dadurch gleich zu Beginn des Ausflugs in die passende Stimmung eintauchen!


Danke an Nouvelle-Aquitaine Tourisme für die Organisation dieser unvergesslichen Reise. In unseren weiteren Artikeln zu unserem Roadtrip durch Nouvelle-Aquitaine fahrt ihr mit uns an die Dordogne und taucht ins idyllische Tal der Maler mit uns ein!

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Mia
Mia

Mia Bühler ist ein echter Workaholic, könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Stuttgarterin aber mit den Füßen im Sand, dem Rücken an einer Palme und mit den Augen auf den Weiten des Ozeans – das iPad in Reichweite. Als Social Media Beraterin mit ihrer Agentur "creading" und Bloggerin in diversen Bereichen, ist die junge Mama immerzu unterwegs – kulinarisch bleibt sie sich gern auch mal treu und liebt handgeschabte Spätzle mit Soß’ aus Papas Küche.

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