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Incheon – Im Sturm zwischen Hochhausschluchten, Kimchi und Tempeln

Tagesausflug nach Ganghwa Island

Ich bin mit Sicherheit nicht Mark Foster’s größter Fan, aber seine aktuell besungenen „194 Länder“ versuche ich dennoch eins nach dem anderen so gut es geht zu bereisen, manche davon auch im Sturm. So geschehen auf meiner Reise nach Südkorea, als „Ling Ling“, nicht der kleine Wirbelwind aus „Drawn Together“, sondern der gleichnamige Taifun, durch die Hafenstadt Incheon auf seinem Weg Richtung Norden durch die City zog und dabei nicht nur sämtliche Kehrwochenschilder Südkoreas bis vor Kim Jong Uns Haustür fegte.

Incheon – Mehr als ein Satellit Seouls

Die internationale Hafenstadt Incheon mit seinen drei Millionen Einwohnern galt lange als Satellitenstadt der nur 28 km entfernten Hauptstadt Seoul. Die an der Nordwestküste gelegene Metropole mit seinem mich beherbergtem Stadteil „Songdo“ ist vom Flughafen aus über die mit 12,3 km lange und damit längste Brücke Südkoreas zu erreichen. Für einige Stunden war ich hier wie Tom Hanks im Film „Terminal“ gestrandet. Dank „Ling Ling“ war die Brücke während meines Aufenthaltes nämlich zeitweise gesperrt, was mein Pressetrip Programm zu Teilen wortwörtlich in den Wind schoss. So what! Not zur Tugend gemacht und die Stadt quasi von Kopf bis Fuß erkundet. Hier meine fünf Must Dos in Incheon:

1 Blick vom Kopf des G-Tower über den Songdo Central Park.
Dem Taifun im 33. Stock die Stirn bieten und die Wolken in gefühltem Zeitraffer auf einen zuziehen sehen. Der Blick lohnt sich aber mit Sicherheit auch bei Sonnenschein. Zu später Stunde dann ein Spaziergang durch die euch von oben zu Füßen liegende, beleuchtete Grünanlage, welche durch den gleichnamigen Central Park in New York inspiriert wurde.

2 Schlendern durch die Hochhausschluchten.
Songdo City oder auch New Songdo City, ist eine Planstadt in Incheon. Die dem Wattenmeer abgewonnene Polderfläche erstreckt sich auf sechs Quadratkilometern. Die in wenigen Jahren aus dem Boden gestampfte Retortenstadt besteht fast ausschließlich aus Hochhäusern und war während meines Aufenthaltes meist menschenleer.

3 Incheons Chinatown.
Sie ist Südoreas einzige offizielle Chinatown und stellt einen schönen Kontrast zur neofuturistisch geprägten Songdo City dar. Das in Jung-gu gelegene Viertel ist heute nur noch von wenigen ethnischen Chinesen bewohnt hat aber dennoch kaum an Charme verloren.

4 Koreanisch essen!
Essen bis der Bauch spannt, denn die koreanische Küche ist super! Als Tipp für leckeres Kimchi und sonstiges koreanisches Allerlei kann ich das Han Yang empfehlen. Meine Weinempfehlung? Soju! Koreanischer Reiswein! Same, same wie Sake.

5 Rooftop Bar des Holiday Inn.
Den Tag auf der Dachterrasse ausklingen lassen. Drinks von der Bar und Gratis dazu den Blick über die beleuchtete City. Mit ausgestrecktem Arm lassen sich Bilder entlang der Fassade aus dem 20 Stock schießen.

Tagesausflug nach Ganghwa Island – Tempel, Kirchen, Dumplings & Kaffee

Rechtzeitig bevor „Ling Ling“ Incheon durchfegte, stand Ganghwa Island auf dem Programm. Ein perfektes Tagesausflugsziel. Der Buddhismus ist in Südkorea eine der größten Glaubensrichtungen. Ein Besuch im Jeondeungsa Tempel daher ein empfehlenswertes To Do.

Neben dem Buddhismus ist das Christentum zu großen Teilen unter den gläubigen Koreanern, verbreitet. Warum also nicht einen kleinen Stop an der Ganghwa Catholic Church einlegen, gefolgt von einem Coffee Stop im hippen nearby Joyangbangjik Antique Café.

Soviel Sightseeing macht hungrig und was käme da besser gelegen als ein paar Dumplings und Co. in einem kleinen, lokalen koreanischen Restaurant am Wegesrand.

Take me down to the paradise city where the grass is green and the girls are pretty…

Eigentlich hätten wir diesen Guns n’ Roses Klassiker bei unserer Karaoke Session am Vorabend als Auftakt für unseren lediglich 30 minütigen Fotostopp im namhaften Resort „Paradise City“ noch einwerfen können. Das Resort in der Nähe des Flughafen Incheon, wäre unser Tagesprogramm gewesen, oder in Lothar Mattheus Worten „wäre, wäre Fahrradkette“, hätte „Ling Ling“ uns den Weg über die Incheon Brücke nicht abgeschnitten.

Sicherlich hätte man hier einen Tag im SPA der wohl besten „Adresse“ Südkoreas verbringen können, aber um hier ein paar Bilder zu shooten um dann in den Flieger zu meinem nächsten Stop Osaka zu springen, war dieser kleine Zwischenstopp vollkommen ausreichend. Das Bild, welches mir hier vorschwebte, hatte ich im Kasten also ab nach Japan. Ein neuer Stempel für meinen Reisepass wartete schon auf mich, doch das ist eine andere Story…


Danke an die Koreanische Zentrale für Tourismus und Vietnam Airlines für die Möglichkeit ein Teil Südkoreas zu entdecken!

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Thies
Thies

Blogger, Music Lover, Globetrotter, Platten Reiter, Technik Notnagel, Bewegtbild Einfänger, Unterwasser Atmer, solider Geduldsfaden, Mann von Frau von uberding

  1. ach thies – ich vermisse unsee tolle zeit! toller beitrag und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder! p.s. dieses karaoke bild von mir kann ich sogar hören haha :D

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