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Intermot Motorradmesse – Über Heiße Öfen und schwedische Designer

Nachdem ich bei meiner Bucketlist schon die tolle Harley Davidson bewundern durfte und letzte Woche mit dem Elektroroller Unu durch Stuttgart geflitzt bin, werde ich mir jetzt einmal auf der Intermot Motorradmesse, die neusten Trends und Designs in Sachen Zweirad anschauen. Die Intermot findet alle zwei Jahre statt und zählt zu den wichtigsten Messen der Zweiradbranche. Die Messe befasst sich mit allem was zwei Räder hat, die Motorräder natürlich, Roller/Elektroroller und auch E-Bikes.

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Vom 1. bis 5. Oktober können die heißen Öfen in der Messe in Köln bewundert werden, dabei handelt es sich dieses Jahr um ein Jubiläum, denn die Messe findet bereits zum 50. mal statt. Namenhaften Hersteller der Motorradszene wie Harley Davidson, BMW Motorrad, Suzuki, Kawasaki und viele mehr sind auf der Intermot vertreten. Auf unterschiedlichen Parcours kann man die Zweiräder dann direkt probefahren.

BMW Motorrad Designer Ola Stenegard

Während sich viele Messebesucher genau darauf freuen, habe ich es mehr auf den Lifestyle-Charakter von Bikes und auf deren Design abgesehen. Und wer hat eigentlich behauptet, dass die Skandinavier nur in Sachen Mode und Möbel die Schnauze ganz weit vorne haben?! Ich habe gelernt, dass sie auch ordentlich den Zweiradmarkt aufmischen. Und so freute ich mich diese Woche BMW Motorrad Designer Ola Stenegard aus Schweden zu treffen.

Seine Jugend und sein Weg zu den Zweirädern zeigt Parallelen zu den „Kindern aus Bullberbü“ auf. Der Lausbub hatte mit seinen großen Brüdern immer nur Unfug und Rock ’n Roll im Kopf. Und schon war mit Ola sympathisch.  Als Ola dann ein bisschen älter wurde (rein physisch natürlich) hat er das Fahrrad in die Ecke gepfeffert und ist auf die heißen Eisen umgestiegen. Dass sich mit seiner Leidenschaft für Custombikes dann auch tatsächlich Geld verdienen lässt und Ola mit seinen vielen Tätowierungen und modischen Vorlieben wirklich in ein großes Unternehmen wie BMW passt, hätte er vor einigen Jahren selbst noch nicht geglaubt. Doch die Trends und auch die Mentalität seiner Arbeitgeber entwickeln sich genau nach seinen Wünschen und so strahlt Ola mich zufrieden an.

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Gründe sich in ein Motorrad zu verlieben gibt es viele. Das Motorrad ist klein und wendig und so kommt man flott durch die Innenstadt und einfacher durch Staus. Was alle Männerherzen höher schlagen lässt sind die relativ hohen Beschleunigungswerte der Zweiräder. Thies hat sich wie ein kleiner Junge gefreut als er zum ersten Mal letzte Woche mit dem Elektroroller Unu Gas geben durfte. Aber auch in der Frauenwelt schlagen mehr und mehr Herzen für die maskulinen Gefährten. Und hier soll im Design auch kein Unterschied gemacht werden, meinte Ola. „Wenn du etwas extra für die Frauen designst – dann kaufen sie es nicht!“ sagt er erfahren und alle anderen im Kreise nicken zustimmend. Naja, wir Frauen sind eben nicht so einfach. Einfach dagegen soll das Design der BMW E-Bikes sein! „Take away what you don’t need“ – sagt Ola hier zum Design, welches sehr clean und minimalistisch ist. Es lädt damit auch den Anzugträger von heute ein auf dem E-Bike zum Office zu flitzen. Da wird nichts heiß. Da kleckert nichts.

Make life a ride

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Das ist der neue Leitspruch von BMW Motorrad und beim Gang über den Messestand wird mir schnell bewusst, dass es hier wirklich nicht nur um ein kleines Hobby oder um ein Transportmittel geht sondern um einen ganzen Lifestyle. Im Nu werde ich in die neue Style-Kollektion gehüllt, bekomme neben dem Helm im Retro-Look auch noch ein hübsches Halstuch umgewickelt und sogar das passende Portemonnaie lächelt mich aus der Vitrine an.

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Es gibt BMW Scooter mit welchen es sich tatsächlich mal ganz bequem nach Italien fahren lässt. Mit Gepäckstücken und einem Beifahrer der es sich sogar in einem richtigen Sessel mit Armlehnen bequem machen kann. Und dann gibt es da natürlich die Roadster, die wirklich sportlich, pur und dynamisch daher kommen und sich wunderbar dafür eignen in voller Montur an der Eisdiele vorzufahren.

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Bei der Enthüllung des neusten Modelles, der neuen BMW R 1200 R begannen schon einige Zuschauer feucht in den Mundwinkeln zu werden. Und ich muss zugeben, auch ich wollte mal darauf sitzen. Ein bisschen angefixt vom schönen Design dieser Zweiräder bin ich jetzt auf jeden Fall – und natürlich auch von den Träumen die sich um sie spinnen lassen… ride on. Oder eben: Dream on!


Einige der Bilder stammen von Jürgen Rösner. Vielen dank nach Karlsruhe! ;)

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Mia
Mia

Mia Bühler ist ein echter Workaholic, könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Stuttgarterin aber mit den Füßen im Sand, dem Rücken an einer Palme und mit den Augen auf den Weiten des Ozeans – das iPad in Reichweite. Als Social Media Beraterin mit ihrer Agentur "creading" und Bloggerin in diversen Bereichen, ist die junge Mama immerzu unterwegs – kulinarisch bleibt sie sich gern auch mal treu und liebt handgeschabte Spätzle mit Soß’ aus Papas Küche.