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Mount Taranaki – Am Fuße des schneebedeckten Vulkans

In Neuseeland stand immer wieder eines auf unserem Plan, nämlich dass vieles einfach nicht nach Plan laufen kann! Eigentlich hieß unser heutiger “Tongariro Alpine Crossing”. Die knapp 20 Kilometer umfassende Wanderung hatten wir aber auch nur zu Teilen vor, denn unser Ziel war es, die smaragdfarbenen Seen entlang der Wanderroute zu fotografieren. Doch wie so oft im Leben kam alles anders und wir landeten am Fuße des schneebedeckten Vulkans Mount Taranaki.

 

Also einmal hin und wieder zurück. Das wären dann in Summe knapp 16 Kilometer gewesen, aber wir wären wieder am Ausgangspunkt angekommen. Daher hielten wir es auch nicht für nötig, ein Shuttleticket zu buchen. Dieses ermöglicht Trekking-Begeisterten wie uns nämlich am Ende des Trails zu parken und von dort frühmorgens zum Startpunkt der Tageswanderung geshuttelt zu werden. An diesem Startpunkt befindet sich ein „Parkplatz“, auf welchem man seit geraumer Zeit nur noch vier Stunden parken darf. Diese vier Stunden maximale Parkdauer machte uns stutzig. Patrick und ich dachten uns aber, pragmatisch wie wir sind „ach lass einfach probieren“ und prompt interviewten uns die Parkranger, was denn unser Plan wäre.

 

Roadtrip zum Mount Taranaki

 

Da die Seen zu Fuß zwei einhalb Stunden oneway vom Parkplatz entfernt waren, untersagte man uns also hier zu parken und so mussten wir umdisponieren. Was nun, dachten wir uns. Es war bereits kurz nach zwölf und wir hatten auch schon eine zweistündige Anreise zu diesem Parkplatz hinter uns. Das Wetter sollte in den kommenden Tagen umschlagen und so entschlossen wir uns kurzer Hand weitere vier (!) Stunden Richtung Mount Taranaki zu fahren.

 

Der Mount Taranaki ist ein solitärer, 2518 Meter hoher Stratovulkan mit perfekter Spitzkegelform. Der formschöne Vulkan diente bereits in „The Last Samurai“ mit Tom Cruise als Mount Fuji Filmkulissendouble. Unweit der Berghütte “Pouakai Hut” befinden sich die “Pouakai Tarns”, zwei kleine Bergseen, in welchen sich der Vulkan bei windstille perfekt spiegelt.

 

Für uns war dieses Motiv Grund genug, den eigentlich mindestens zweistündigen und etwa sechs Kilometer langen Wanderpfad (one way) in 77 Minuten hinauf zu sprinten, um noch rechtzeitig den Berg in Abendlicht getaucht zu sehen. Und wieder: Ein nervenaufreibender, anstrengender Tag, der sich am Ende doch gelohnt hat! Wie schön, dass sich der Stress des Autofahrens und der Planerei beim Wandern immer wieder in Luft auflößt!

 

Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele.
– Josef Hofmiller (dt. Literaturkritiker)

Übrigens: Als Zielkoordinaten gebt hier die “Mangorei Road” ins Navi ein. An deren Ende befindet sich ein Parkplatz, von welchem ihr den Beginn des Trails sehen könnt.

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Thies
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