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Nouvelle-Aquitaine: Kunst, Geschichte & Natur – Urlaub an der Dordogne

Nouvelle-Aquitaine - Urlaub an der Dordogne

Es ist eine Gegend, in der romantische Roadtrip-Träume ein Zuhause finden. Egal, ob ganz nah am Ufer des Flusses Dordogne, der auch im Sommer im Morgengrauen im Dunst liegt und allem zu einer mystisch-schönen Atmosphäre verhilft, oder in einer der alten Städte, in der jede kleine Gasse, jedes pompöse Gebäude und jede Hausfassade eine Geschichte zu erzählen scheint.

Das Dordogne-Tal ist definitiv eine der romantischsten Regionen Frankreichs. Die Dordogne ist mit einer Länge von 483 km der fünftlängste Fluss Frankreichs; das gesamte Flussbecken ist als Biosphäre von der Unesco klassifiziert und wird von Einheimischen und Besuchern zu Wasser oder vom Ufer aus erkundet. Wir hatten eine Nacht direkt am Fluss und einen unvergesslichen Morgen. Ich bin mit der aufgehenden Sonne erwacht und konnte das Lichtspiel über dem Fluss beobachten. Für wenige Minuten liegt der Dunst glänzend über dem Fluss, das Ufer lockt erst Angler und Sonnenaufgangspaddler und über dem Flussbett steigen Heißluftballons in den spätsommerlichen Himmel. Ein unvergesslicher Anblick.

Gesehen, erlebt und festgehalten vom Campingplatz “Camping La Plage” aus.

Mittelalterliche Städte zum Staunen und Erleben – Sarlat und Bergerac

Nicht nur für heimliche Romantiker mit einem großen Herz für die Natur ist Périgord Dordogne eine der Anlaufstellen in Nouvelle-Aquitaine. Auch wer sich für Kultur und Geschichte, gerne in Form einer Stadtführung interessiert, bietet diese Gegend kurzweilige Möglichkeiten. Die mittelalterliche Altstadt von Sarlat, Schlösser, zahlreiche Burgen und die Höhle von Lascaux (hier ist Fotografieren nicht erlaubt) laden ein, in eine längst vergangene Zeit einzutauchen. Die mittelalterliche Stadt ist die Hauptstadt des Périgord Noir. Sie gilt als eine der schönsten Städte Frankreichs und verzaubert uns mit ihrem einmaligen Charme durch kleine Gässchen, Märkte und einen Mix aus traditioneller und moderner Kunst.

Ein Besuch wirkt wie eine Zeitreise. Während wir (versuchen) den Geschichten unseres Guides über die verschiedenen Gebäude in der Altstadt von Salat zu lauschen, hat unser Sohn eine andere Möglichkeit für sich entdeckt, die Vergangenheit für sich zum Leben zu erwecken. Sein Echo hallt uns von den Mauern entgegen, quirlig rennt er durch die schmalen Gassen und mit bunten Fingern wird er für kurze Zeit selbst zum konzentrierten Höhlenmaler. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann hier 66 denkmalgeschützte Bauten besichtigen und zwischendurch immer wieder in einem der authentischen (superleckeren) Lokale einkehren.

Einen ähnlichen Charakter vermittelt uns Bergerac. Die kleine französische Stadt im südlichen Périgord mit fast 1000-jähriger Geschichte liegt direkt am Ufer der Dordogne. Wir spazieren gemütlich durch das historische Zentrum: Die mittelalterliche Altstadt mit dem Bootshafen Quai Salvette lockt die unterschiedlichsten Besucher an. Zwischen Gauklern, Tagesausflüglern und Einheimischen reihen sich Fachwerkhäuser an mittelalterliche Bauten. Übrigens findet ihr hier die verschiedensten Weine aus der Region!

Ausflugstipp “Eden & Sens”: Spielerisch in Kontakt mit der Natur

Nach unserem kurzen Besuch der Stadt am Wasser geht es für uns wieder raus ins Grüne. Nur etwa 15 Minuten außerhalb der Stadt erwartet uns eine ruhige Oase, die uns einlädt, verspielt in die hiesige Pflanzen- und Tierwelt einzutauchen.

Wer hätte gedacht, dass Kinderaugen nach einem langen Tag plötzlich wieder so hell, aufgeweckt und neugierig strahlen können?

Ganze zwei Stunden verbringen wir bei Eden & Sens, einem abwechslungsreichen und einmaligen Ausflugsziel, um der Natur als Familie näherzukommen.

Der botanische Garten ist ein liebevoll angelegtes Areal, auf dem zwischen aufgeregten Hühnern, entspannten Hasen, jungen Ziegen und einem Bach detailverliebte Parcours zu verschiedenen Themen mitten in der Natur integriert sind. Wir verlieben uns schnell in das Konzept und folgen unserer Karte mit den Anweisungen von “Alice im Wunderland”. Neon springt aufgeregt von einem Hinweis zum nächsten, entdeckt den Duft von Vanille und Pfefferminze und erfährt wie es im Inneren eines Bienenstocks aussieht. Alles kindgerecht und ungefährlich – denn der leidenschaftliche Macher ist gerade selbst Papa geworden. Ein schöner Ort, der die Liebe zu Kindern und der Natur perfekt verbindet.

Glamping bei Bergerac

Schon an unseren ersten Tagen in Frankreich spüren wir, dass die Entscheidung für die Entdeckung von Nouvelle-Aquitaine via Van genau die richtige für diese vielseitige und weitflächige Region ist. Wir sind flexibel, mobil und können der Natur ganz nah sein. Alle, die diese Erfahrung (auch ohne Van) machen möchten, haben nur zehn Minuten außerhalb von Bergerac, mitten im Nirgendwo die Chance dazu.

Auf dem Gelände von Tamana Tuquet erleben wir eine der stillsten Nächte seit langem. Wir essen bei Kerzenschein vor dem geräumigen Zelt, kuscheln uns in warme Decken und staunen, wie mit der später werdenden Nacht die Sterne über uns “angeknipst” werden. Im Zehn-Minuten-Takt scheinen sie sich zu verdoppeln und in der Ferne hören wir die Rufe von Eulen. Dazu leises Rascheln, ein zufrieden gähnendes Kind. Und sonst: nichts! Wir lieben das minimalistische Angebot hier, das einfach nur daraus besteht, die Ruhe zu genießen, sich mit der Natur zu umgeben und auf Wunsch in einem der freistehenden Zelte zu übernachten! Die Adresse und weitere Details zum Zelt-Angebot findet ihr hier.

 


Danke an Nouvelle-Aquitaine Tourisme für die Organisation dieser unvergesslichen Reise. In unseren weiteren Artikeln zu unserem Roadtrip durch Nouvelle-Aquitaine fahrt ihr mit uns an die Atlantikküste nach Biscarrosse und ins idyllische Tal der Maler.

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Mia
Mia

Mia Bühler ist ein echter Workaholic, könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Stuttgarterin aber mit den Füßen im Sand, dem Rücken an einer Palme und mit den Augen auf den Weiten des Ozeans – das iPad in Reichweite. Als Social Media Beraterin mit ihrer Agentur "creading" und Bloggerin in diversen Bereichen, ist die junge Mama immerzu unterwegs – kulinarisch bleibt sie sich gern auch mal treu und liebt handgeschabte Spätzle mit Soß’ aus Papas Küche.

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