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Oman – Von der Sehnsucht nach dem goldenen Licht am Rande der Klippen

Die Luft hier ist anders. Kälter, dünner, golden. Ein leichter Rosenduft liegt in der Luft und ich freue mich direkt bei der Ankunft über die vom Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort gewählten Farben und Materialien. Das gesamte Ambiente stellt einen willkommenen Kontrast zum Resort in Maskat dar.

Wir schauen uns um, genießen den Blick von der Canyon-Aussichtsplattform, wo einst Prinzessin Diana stand und immer wieder bin ich beeindruckt. Um uns herum: Dörfer und Terrassenfelder an steilen Abhängen – alles getunkt in goldenem Licht. Als die wärmende Sonne hinter den Bergen verschwindet, schleicht sich eine Gänsehaut unter mein Kleid und dann kommt er wieder zur genau richtigen Zeit: Die gute Tasse Tee, die uns in gebrochenem Englisch aber mit den freundlichsten, braunen Augen überhaupt, gereicht wird.

Ananatara: Authentischer Luxus

Die Brand „Anantara“, welche ich bereits auf den Malediven kennenlernen durfte, erfüllt auch hier ihr Versprechen: Erstklassischer Service, verbunden mit authentischem Luxus. Wie sich dieses Versprechen anfühlt, erfahre ich am nächsten Morgen. Da wir nicht recht wissen, wie wir uns vor der Klettertour an diesen beeindruckenden Steilhängen fühlen sollen, fühlen wir einfach alles: Respekt, Schauder, Mut und die Lust auf diese neue Erfahrung. Das Adrenalin schüttelt uns zeitgleich mit Maher, unserem Berg-Guru, die Hand. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wie viel wir mit und durch Maher lernen. Nicht nur darüber, Neues zu wagen und über uns hinaus zu wachsen, sondern auch über die omanische Kultur. Maher stammt aus einem der umliegenden Dörfer, kennt die Gegend also wie seine eigene Westentasche und aus dem Strahlen seiner Augen spricht der Stolz für „seine“ Region. Mit einem Urvertrauen und direkt an Mahers Seite starte ich über eine wackelige, hängende Leiter unsere Klettertour.

Meine Knie brauchen einen Moment, bis sie sich beruhigen aber schnell fühle ich mich sicher und fast schon euphorisch während ich meine Karabiner behutsam und Stück für Stück weiter führe, meine Füße immer wieder Halt finden und mich der Blick in die unendlich scheinende Weite belohnt. Mia

Nach unten blicke ich ehrlich gesagt nicht ganz so oft, erst als ich kreischend auf der Zip-Line von einer Schlucht zur nächsten „fliege“. Ich fühle mich frei und wieder unglaublich dankbar über dieses Erlebnis, irgendwo in den Bergen des Omans. Jedes Mal, wenn ich irgendwo weit weg etwas Neues erlebe, wenn ich unverhofft mit jemanden aus einem ganz anderen Land, von einem anderen Kontinent, aus einer anderen Kultur über das Gleiche lache und nicht damit rechne, gluckst in mir diese Wärme hoch, die sich sonst nur in mir breit macht, wenn ich in der S-Bahn auf der Heimfahrt von einer Reise mein Zielbahnhof erspähe. Wie schön, dass ich dieses warme Gefühl immer wieder finde – ganz egal wie weit weg ich eigentlich bin.

Ich weiß noch, wie müde ich nach diesem mit Adrenalin geladenen Tag war. Während Valerie beim Yoga Entspannung tankte, lag ich wie erschlagen auf dem Hotelbett. Das goldene Licht des sich anbahnenden Sonnenuntergangs bahnte sich durch die Balkonfenster. Noch mal kurz raus vors Zimmer, den kalten Fels unter mir spüren, dem Blick in die Ferne schweifen lassen.

In diesem Moment wusste ich, dass das reichte. Es reichte dieses besondere Licht zu betrachten, einfach hier zu sein. Mia

Der nächste Tag steht ganz im Sinne der Entspannung. Bei einer Signature-Massage werden die noch angespannten Muskeln gelockert und meine Gänsehaut, die sich auf dem Weg vom Zimmer in den Spa unter meinen Bademantel schleicht, verschwindet im warmen Bad und beim anschließenden Saunagang.

Weil wir heute nicht genug vom Wasser bekommen, plantschen wir bis zum Sonnenuntergang im Pool über der Schlucht. Wir baden uns im goldenen Licht des Abends und wollen an diesem sagenhaften Ort am liebsten noch länger bleiben. Während der Canyon die Sonne verschluckt, hake ich im Geiste einen weiteren Punkt auf meiner Bucketlist ab: Plantschen im Sonnenuntergang in einem Resort, welches zu den am höchsten gelegenen der Welt zählt!

Das wichtigste zusammengefasst

Ich weiß, dass der Oman noch so viel mehr bietet, auch wenn das ein wundervoller, goldener Start war. Sehr gerne würde ich die Oasen, die Wüsten und die Zeit der Rosen im Oman erleben und komme ganz bestimmt wieder. Mehr zu meiner Oman-Reise und meinem Tag mit Maher, findet ihr im kommenden Print Magazin. Schreibt mir für eine Vorbestellung gerne eine kurze Mail.

  • Wann am besten in den Oman reisen?
    Beat the heat: Der Oman ist das ganze Jahr über ein gutes Reiseziel. In den Wintermonaten kann es besonders abends und in den höher gelegenen Regionen sehr frisch werden. Packt neben Sonnenschutz also unbedingt auch warme Klamotten ein. In den Sommermonaten wird es in Maskat sehr heiß, hier lohnt sich der Trip in die höher gelegene Region besonders.
    Der Duft der Rosen: Der Oman ist für seine Rosen bekannt. Im Hochgebirge blühen Millionen Rosen von Anfang April bis zur Rosenernte Ende Mai.
  • Wie anreisen?
    Wir sind mit Turkish Airlines über Istanbul nach Maskat geflogen. Den Flugplan findet ihr hier.
  • Wo unterkommen?
    Ich kann euch eine Kombination aus Maskat und dem Hochgebirge absolut empfehlen. Mit den beiden Hotels, dem Al Bustan Palace und dem Anantara Al Jabal Al Akhdar, war ich mehr als zufrieden! Eine Reisedauer von einer Woche find eich perfekt!
  • Was gibt es bei einer Oman-Reise sonst noch zu beachten?
    Für eure Einreise in den Oman braucht ihr seit März 2018 ein E-Visum. Die Bearbeitung dauert (nur) bis zu 72 Stunden und ist nach Bestätigung vier Wochen gültig.
    Das E-Visum für Touristen könnt ihr hier beantragen. Das Touristenvisum mit einmaliger Einreise und einem Aufenthalt von bis zu 10 Tagen kostet fünf OMR (etwa zwölf Euro).
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Mia

Mia Bühler ist ein echter Workaholic, könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Stuttgarterin aber mit den Füßen im Sand, dem Rücken an einer Palme und mit den Augen auf den Weiten des Ozeans – das iPad in Reichweite. Als Social Media Beraterin mit ihrer Agentur "creading" und Bloggerin in diversen Bereichen, ist die junge Mama immerzu unterwegs – kulinarisch bleibt sie sich gern auch mal treu und liebt handgeschabte Spätzle mit Soß’ aus Papas Küche.

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