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Wandern im Zillertal: Olpererhütte, Instahype oder ruhige Naturidylle?

Kebema-Panoramabrücke

Wohin im Zillertal? Seit wenigen Jahren habe ich das Wandern für mich entdeckt. Dabei darf es gerne herausfordernd zugehen und am liebsten bin ich dann allein mit einem Rucksack voller Zeit und Kamera-Equipment.

Während Mia und Neon im Almhof Family Resort & SPA super versorgt waren, ging es für mich auch im Zillertal auf Wanderschaft. Vom neuen Instagram-Hotspot “Olpererhütte” habe ich von Mia erfahren. Nachdem ich die schön gelegene, kleine Hängebrücke zwischen den Bergen und über dem Schlegeissee kurz gegoogelt habe, war ich mir sicher: da muss ich hin!

Der Aufstieg durch die Zillertaler Alpen bis zur Olpererhütte, die auf einer Höhe von 2.388 Metern ü. A. liegt, soll recht beschwerlich sein, was das Ziel für mich noch attraktiver macht. Denn wie wir alle, habe ich gerne ein Stück Natur für mich allein. Ich liebe es dann meinem eigenen Atem zu lauschen, die unberührten, noch blühenden Almen vor mir zu haben und mich dann selbst mit einem schönen Ziel und den anschließend entstehenden Fotos als “Souvenirs” zu belohnen.

Die Kebema-Panoramabrücke: Ein Instagram Hotspot

Erst im Nachgang meiner Wanderung, hat uns eine Followerin auf Instagram diesen Artikel der Abendzeitung München zugespielt. Dass man die Brücke mit der schönen Aussicht nur selten für sich allein hätte, steht dort geschrieben. Nach dem ich diesen Artikel gelesen, und schockiert die Bilder von Massen, die auf ihren “Fotomoment” warten, gesehen habe, bin ich erstaunt. Auch wenn ich den Hype verstehe und ihn von anderen Instagram Hotspots wie dem Pragser Wildsee oder vom Königssee in Schönau kenne, habe ich dieses Stück Natur im Zillertal zum Glück nicht überlaufen erlebt.

Eher im Gegenteil. Das mag natürlich auch an meiner gewählten Tageszeit für meine Wanderung liegen. Erst kurz nach 18 Uhr treffe ich beim Parkplatz ein. Mit Stirnlampe gewappnet marschiere ich, recht zügig (und heftig schnaufend) den Berg hinauf. Hin und wieder kommen mir Pärchen auf dem Weg runterwärts entgegen und fragen “ist’s noch weit?“.

Wer sich untypische Uhrzeiten für Wanderungen aussucht, entgeht den Massen und wird mit dem schönsten Licht belohnt!
Thies zum Wandern

An der Kebema-Panoramabrücke angekommen, suche ich mir einen Spot zum Fotografieren, teste Perspektiven und Winkel und bin dann, in der untergehenden Sonne, ganz für mich allein.

Rund 700 Meter über dem Schlegeis-Speichersee baumeln jetzt meine Beine in den Zillertaler Bergen. Ich sitze auf der Hängebrücke umgeben von Ruhe und immer kälter werdenden Temperaturen. Außerdem um mich herum: Die karge Landschaft, Felsen und ein bisschen weiter höre ich noch die Ziegen, die mich das letzte Stück vor der Oplererhüttet begleitet haben.

Mein Fazit? Auch wenn ich die Scharen von jungen Leuten, bekleidet mit Sneakern, Sandalen und fotogenen Kleidchen nicht entdeckt habe, ist eine gute Ausrüstung wichtig. Wanderschuhe mit gutem Profil sind vor allem beim steilen Abstieg super. Und wer wie ich noch einen drauf setzt, und so lange bleibt bis die Sterne in der einsamen Nacht tanzen, der braucht mindestens eine Stirnlampe und viel besser dazu noch Erfahrung. Gönnt euch hier mehr als nur ein Foto. Gönnt euch Ruhe, genießt die Natur und unterschätzt auch den Rückweg nicht!

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Thies
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