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Wenn die Berge rufen – Camping im Corona-Sommer 2020

Enthält Werbung

Knaus BOXLIFE

Die ganze Fahrt lang war ich hibbelig. 420 Kilometer trennten uns von unserem Zuhause auf Rädern. 420 Kilometer bis zur Freiheit. Oder 420 Kilometer bis wir unsere größte Leidenschaft in diesem seltsamen Sommer endlich wieder ausleben dürfen!

Als wir dann an einem ruhigen Freitag Nachmittag endlich unser Gepäck vom Auto in unseren rollenden Reisebuddy einladen durften, hätte ich kreischen können vor Freude. Wir sind in Jandelsbrunn beim Knaus Tabbert angekommen. Mit erwartungsvollen Augen machen wir uns mit dem Knaus BOXLIFE vertraut und vor allem Neons Aufregung über den “Campingbus” und die damit verbundenen Abenteuer ist kaum zu übersehen. Der Knaus BOXLIFE könnte für fünf Personen einen Schlafplatz bieten und bringt uns mit 140 PS durch Bayern, Österreich und Südtirol.

Vom Drei-Länder-Eck einmal durch Bayern

Erschöpft von der langen Fahrt steuern wir einen Nahe gelegenen Campingplatz im Drei-Länder-Eck an. Der KNAUS Campingpark Lackenhäuser liegt in mitten einer unglaublich schönen Natur, noch in Deutschland aber nur wenige Kilometer vin Tschechien und Österreich entfernt. Hier verbringen wir unsere erste Nacht im Knaus BOXLIFE und erholen uns in der Natur zwischen Böhmerwald, einem rauschenden Fluss und einem kleinen Badesee.

Keine zehn Minuten entfernt findet ihr übrigens noch einen weiteren Badesee, den Stausee Riedelsbach. Auch hier verbringen wir einen erfrischenden und vor allem ruhigen Mittag.

Da wir auf Grund der Corona Verordnung erst am 15. Juni die Grenze zu Österreich und Italien passieren können, erkunden wir auch in den kommenden Tagen das vielseitige Bayern.

Foto Hotspot Sylvensteinsee

Die nächsten Sommertage verbringen wir in Bad Tölz an dem kleinen Campingplatz “Demmelhof“. Der Platz an sich ist recht einfach aber die Betreiber sind unglaublich nett. Unser Stellplatz liegt nur wenige Schritte vom Badesee entfernt. Es gibt hier nur ein kleines Manko: Die Netzabdeckung ist an diesem Örtchen so gut wie gar nicht vorhanden. Macht nichts, solange das Wetter mit macht, aber am nächsten Tag, erwartet uns der große Regen.

Also geht es weiter und was wäre ein Bayern-Roadtrip ohne die fotogene Sylvensteinbrücke? Im Morgengrauen steuern wir also den Sylvensteinspeicher an und beobachten wie sich der Sommerhimmel vom letzten Abend in eine graue, zähe Suppe verwandelt. Gerade noch rechtzeitig, bevor die dicken Regenwolken unsere Drohne verschlucken, sitzen wir alle drei wieder im wohlig warmen BOXLIFE. Ab jetzt erwarten uns sintflutartige Regenschauer, die auch am folgenden Tag nicht abreißen wollen.

Die Dolomiten und kristallklare Seen

Endlich über die Grenze: Südtirol wir kommen! Wir sind froh, über die eigenen Sanitäranlagen, nicht nur, weil es draußen wie aus Kübeln schüttet, sondern auch, weil wir es dadurch vermeiden können, fremde Sanitäranlagen zu nutzen. Gerade mit Kleinkind an Bord und in der aktuellen Corona Situation einfach beruhigend! Die Ausstattung und die flexible Reisemöglichkeit im Camper gibt uns ein sicheres Gefühl von Freiheit und so beschließen wir pünktlich am 15. Juni die Grenzen zu überqueren. Unser Ziel sind jetzt die Dolomiten!

Unsere Fahrt führt uns durch Wälder und Täler, durch dicke Nebelschaden im Morgengrauen bis hin zu feurig-roten Sonnenuntergängen in den Bergen.

Angekommen in den Dolomiten staunen wir ein Mal mehr über die gigantischen Felsformationen. Wir finden einen Stellplatz fußläufig zum wunderschönen Karersee. Und sind umgeben von kristallklarem Wasser und Mythen, die uns als perfekter Gute-Nacht-Geschichte dienen:

Die Wasseroberfläche ist hier nicht nur grün oder blau oder schwarz wie die anderen Bergseen, er schimmert in allen Farben. Die Dirlinger, die einst hier gelebt haben, erklären sich dies mit einer wunderschönen Wasserfee, die oft am Ufer saß und sang. Eines Tages verschwand diese auf Nimmerwiedersehen im See. Der Hexenmeister war darüber so erboßt, dass der den Regenbogen vom Himmel riß und vor Wut in den See schleuderte. Dieser aber zerfloß im Wasser und breitete sich aus. Seither nennen die Ladiner den See „Lec de Ergobardo, den „Regenbogensee“.

Umringt von Mythen wie diesen und dem schönsten Abendlicht reißen wir am Ende eines langen Tages alle Fenster und Türen des BOXLIFES auf. Wir staunen und kuscheln, lachen und erzählen bis auch der letzte Sonnenstrahl über die orange gefärbte Felswand getanzt ist.

Von den Dolomiten zur Zugspitze

Von Südtirol geht es für uns zurück nach Österreich. Auch hier finden wir wieder ein sonniges Plätzchen mit gigantischem Ausblick vor der Campertür: Wir verbringen die folgenden Tage am Fuße der Zugspitze!

Das gerade erst wiedereröffnete Zugspitz Resort empfängt uns auf der 5-Sterne-Campinganlage in Ehrwald mit einem Deluxe Stellplatz, an dem wir Wasser-, Abwasser-, SAT- und Stromanschluss auf dem eigenen Platz vorfinden.

Wir genießen im Familien- und Erlebnisresort in dieser Top-Lage nicht nur unseren Stellplatz, sondern auch die Kulinarik und die anderen Vorzüge des Resorts wie das Erlebnisbad und das Kinder-Entertainment das von Wasserrutschen über Kartbahnen, Trampolins bis hin zum klassischen Kidsclub samt Grillen am Lagerfeuer reicht. Für uns Erwachsenen hätte es neben den leckeren Restaurants natürlich auch noch ein umfangreiches Spa-Angebot gegeben. Dazu kamen wir dieses Mal gar nicht – aber vielleicht kommen wir im Winter und schauen uns dann eines der nagelneuen Zimmer im Resort an, die uns bei einer kurzen Besichtigung schon beeindruckt haben!

Wir lassen uns an diesen Tagen vom Gezwitscher der Vögel wecken und trödeln beim Frühstück. Wir essen Kaiserschmarrn und sitzen unter der Markise. Aus der Dusche kommend lassen wir uns von der wärmenden Mittagssonne trocknen bevor wir das Kinderangebot des Zugspitz Resorts voll auskosten.

Kaum am Ende der riesengroßen Wasserrutsche angekommen kreischt unser Sohn „Noch mal, Mama!“ und ja, wir nicken bestätigend und sind uns sicher – diese Urlaubsform mit all ihren Vorzügen und mit den vielen Momenten, die wir bestimmt nie vergessen werden, wollen wir auch so gerne noch mal erleben!

Categoriesroadtrip
Mia
Mia

Mia Bühler ist ein echter Workaholic, könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Stuttgarterin aber mit den Füßen im Sand, dem Rücken an einer Palme und mit den Augen auf den Weiten des Ozeans – das iPad in Reichweite. Als Social Media Beraterin mit ihrer Agentur "creading" und Bloggerin in diversen Bereichen, ist die junge Mama immerzu unterwegs – kulinarisch bleibt sie sich gern auch mal treu und liebt handgeschabte Spätzle mit Soß’ aus Papas Küche.

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